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Kinder- und Jugendschutz

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Rundfunk

Rundfunk ist die (Radio und Fernsehen einschließende) Bezeichnung für die elektromagnetische Übertragung von Informationen (Bilder, Ton und Text) von einem Ort zu einem anderen und deren Darbietung mittels spezieller Empfangsgeräte. Die Darbietungen sind dabei für die Allgemeinheit bestimmt, d.h. für einen unbestimmten Personenkreis. Anstelle der für Kino- und Videofilme geltenden Regelungen über die Altersfreigabe und Kennzeichnung gilt im Fernsehen die Bestimmung, dass Fernsehfilme und andere Angebote grundsätzlich vor zweiundzwanzig Uhr nur gesendet werden dürfen, wenn sie für unter Sechzehnjährige freigegeben worden sind oder freigegeben werden könnten. Fernsehfilme ohne Jugendfreigabe dürfen erst ab dreiundzwanzig Uhr gesendet werden (§ 5 Abs. 4 JMStV). Angebote, die auf Kinder eine deren Entwicklung beeinträchtigende Wirkung haben können, dürfen darüber hinaus nicht im Zusammenhang mit Angeboten gebracht werden, die sich an Kinder richten (§ 5 Abs. 5 JMStV). Jugendgefährdende Angebote, die als Trägermedien den Verbreitungs- und Werbebeschränkungen des § 15 Jugendschutzgesetz unterliegen, sind im Rundfunk strikt verboten (§ 4 JMStV). Die Aufsicht über die Einhaltung dieser Bestimmungen obliegt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk den zuständigen Rundfunkanstalten selbst. Der private Rundfunk wird von den Landesmedienanstalten beaufsichtigt. Für diese ist die gemeinsame Kommission für Jugendmedienschutz tätig.

Letzte Aktualisierung: 02.09.2015

Literatur:

Die Programmüberwachung des Rundfunkrates

Cromme, Franz: Die Programmüberwachung des Rundfunkrates; Neue Juristische Wochenschrift; 1985, 351-360

Die Strafbarkeit der Ausstrahlung jugendgefährdender Fernsehsendungen.

Beisel, Daniel; Heinrich, Bernd: Die Strafbarkeit der Ausstrahlung jugendgefährdender Fernsehsendungen.; In: NJW; 1996, S. 491-469

Jugendschutz bei ARD und ZDF

Hrsg. von Inge Mohr und Dieter Landmann: Jugendschutz bei ARD und ZDF; Bericht der Jugendschutzbeauftragten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks; München 2003

Jugendschutz im Fernsehen – Verfassungsrechtliche Vorgaben für staatsvertragliche Beschränkungen der Ausstrahlung indexbetroffener Sendungen.

Isensee, Josef; Axer, Peter: Jugendschutz im Fernsehen – Verfassungsrechtliche Vorgaben für staatsvertragliche Beschränkungen der Ausstrahlung indexbetroffener Sendungen.; München 1998.

Siehe auch:

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de