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Online-Handbuch
Kinder- und Jugendschutz

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Sucht, Suchtgefährdung

Unter Sucht wird in der Regel eine Abhängigkeit vom Gebrauch von Substanzen verstanden. Die Abhängigkeit zeigt sich bei verminderter oder unterbliebener Einnahme in Entzugserscheinungen, d.h. beispielsweise in Unwohlsein, gesteigertem oder sogar zwanghaftem Verlangen nach erneutem Konsum oder auch schmerzhaften (Spannungs-) Zuständen. Suchtgefährdung ist die Bezeichnung für die Gefahr, körperlich und/oder psychisch in eine Substanzabhängigkeit zu geraten. Verursachend sind meist mehrere Einflussfaktoren gleichzeitig, etwa ungefestigte Persönlichkeitsstrukturen, Konfliktsituationen, sich zwanghaft verfestigende Konsumgewohnheiten und sozialer Druck in Gruppen und Szenen. Auch substanzloses Abhängigkeitsverhalten, wie das Spielen an Geldspielgeräten, bestimmte Essstörungen oder das Surfen im Internet, können mit dem Suchtbegriff bezeichnet werden.

Letzte Aktualisierung: 28.03.2014

Literatur:

Computerspielsüchtig? Rat und Hilfe.

Grüsser, Sabine M.; Thalemann, Ralf: Computerspielsüchtig? Rat und Hilfe.; Bern 2006

Die narkotisierte Gesellschaft

Hrsg. von Ralf Ludwig und Jürgen Neumeyer: Die narkotisierte Gesellschaft; Marburg 1991

Jahrbuch Sucht

Hrsg. von Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Jahrbuch Sucht; Geesthacht 1991 (1990) ff

Jugendliche und Suchtmittelkonsum. Trends - Grundlagen - Maßnahmen.

Mann, Karl; Havemann-Reinecke, Ursula; Gaßmann, Raphael (Hrsg.): Jugendliche und Suchtmittelkonsum. Trends - Grundlagen - Maßnahmen.; Freiburg 2007

Kinder aus suchtbelasteten Familien.

Baumgärtner, Theo; Scharping, Catharina: Kinder aus suchtbelasteten Familien.; In: neue praxis 6-2006. S. 609-629

Materialmappe Suchtprävention

Hrsg. von der Aktion Jugendschutz Bayern: Materialmappe Suchtprävention; München 2003

Riskanter Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen. Entstehungszusammenhänge, Möglichkeiten der Identifizierung und Prävention.

Laging, Marion: Riskanter Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen. Entstehungszusammenhänge, Möglichkeiten der Identifizierung und Prävention.; Hamburg: Kovac (Forschungsergebnisse zur Suchtprävention, 3) 2005

Sucht im Jugendalter. Verstehen, vorbeugen, heilen.

Möller, Christoph (Hrsg.): Sucht im Jugendalter. Verstehen, vorbeugen, heilen.; Göttingen 2007

Suchtprävention im Kinder- und Jugendschutz.

Weiß, Axel: Suchtprävention im Kinder- und Jugendschutz.; In Kind Jugend Gesellschaft,; H. 3, 1994, S. 92-96

Suchtprävention und das Tabakwerbeverbot der EU.

Hüllinghorst, Rolf: Suchtprävention und das Tabakwerbeverbot der EU.; In Kind Jugend Gesellschaft; H. 3, 1999, S. 71-75

Suchtvorbeugung im Vorschulalter. Eine Aufgabe frühkindlicher Erziehung.

Tolzmann, Rolf: Suchtvorbeugung im Vorschulalter. Eine Aufgabe frühkindlicher Erziehung.; Hrsg. Kath. Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, 3. Auflage; Münster 1095

Zusammenhang von Tabakwerbung und jugendlichem Zigarettenkonsum.

Riemann, Klaus: Zusammenhang von Tabakwerbung und jugendlichem Zigarettenkonsum.; In: Kind Jugend Gesellschaft,; H. 3, 1999, S. 76-79

Siehe auch:

Ergebnisse aus der Literaturdatenbank:

Herbst, Maximilian: „Before“ – indizierte Suchtprävention

Ein Kooperationsprojekt zwischen der Caritas Suchtberatungsstelle und dem Kinderheim St. Josef in Mannheim

Der Autor stellt das Kooperationsprojekt „Before“ vor, das von einer stationären Jugendhilfeeinrichtung und einer Suchtberatungsstelle entwickelt wurde. Zielgruppe sind r ... (München, 2013 )

Wallner, Martin: „Der Sehnsucht nach Suchtmitteln etwas entgegensetzen“

Das Konzept präventiver und therapeutischer Interventionen im Jugendwerk Birkeneck

Der Autor stellt die heilpädagogisch und sozialtherapeutisch orientierte Institution „Jugendwerk Birkeneck“ aus Freising in Bayern vor. Hier werden hauptsächlich männlich ... (München, 2013 )

Wontorra, Maximilian: „Sich in einem überschaubaren Umfeld tagtäglich auf die Probe stellen“

Die Jugendhilfeeinrichtung Freedom

Der Autor stellt die Jugendhilfeeinrichtung „Freedom“ aus Bayern vor. Hier werden verhaltensauffällige Jugendliche pädagogisch-therapeutisch behandelt und betreut. Die vo ... (München, 2013 )

Schlieckau, Traudel: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene

Ein Zwischenruf

Der Alkoholkonsum Jugendlicher hat sich in den letzten Jahren immer mehr in die Öffentlichkeit, sprich auf öffentliche Plätze, Spielplätze usw., verlagert. Für Kommunen e ... (Berlin, 2014 )

Schnell, Katja; Wurmbauer, Iris: Arbeitsstrukturen der Suchtprävention in Baden-Württemberg auf Landesebene

Die Autorinnen stellen anhand eines Schaubilds die Arbeitsstrukturen der Suchtprävention in Baden-Württemberg dar. Darin werden die verschiedenen Akteure auf Landesebene, ... (Stuttgart, 2016 )

Mielke, Henning: Darüber spricht man nicht. – Doch!

Online-Beratung als Zugang zu Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien

Mehr als 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit suchtkranken Eltern auf. Seit zwei Jahren bietet NACOA Deutschland betroffenen Jugendlichen ein ... (Berlin, 2016 )

Dreier, Michael; Müller, Kai W.; Duven, Eva; Beutel, Manfred E.; Wölfling, Klaus: Eine Sensibilisierung Jugendlicher für Internetsucht

Workshop zum »Modell der Vier«

Bei der Betrachtung des emotionsbesetzten Themas Internetsucht wird häufig vergessen, dass eine Partizipation am Internet, sozialen Netzwerken und Computerspielen für die ... (Berlin, 2014 )

Binder, Ludwig: FreD-aggro

Ein Angebot zur frühen Intervention bei Straftaten unter Alkoholeinfluss

Der Autor stellt ein Angebot der Suchthilfe Rosenheim vor, das auf der bewährten Methode „FreD“ basiert. FreD ist im Bereich der Frühintervention für erstauffällige Droge ... (München, 2013 )

Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (Hrsg.): Jugendliche und Glücksspiel

Elterninfo

Glücksspiele sind bei Jugendlichen "in". Trotz Verbots der Teilnahme für unter 18-jährige spielen Jugendliche um Geld. Die Aussicht auf das schnell und einfach verdiente ... (Hannover, 2013 )

Steffan, Sylvia: Jugendschutz durch Gesundheitsförderung

Im Beitrag wird das Projekt „Junior Vital“ der Stadt Herten vorgestellt. Seit 1998 ist die Gesundheitsförderung für Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen ein wesent ... (Köln, 2012 )

Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Hrsg.): Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik

Die Nationale Strategie beschreibt die Grundlagen und Herausforderungen der Drogen- und Suchtpolitik und löst den Aktionsplan Drogen und Sucht von 2003 ab. Hauptziele der ... (Berlin, 2012 )

Piontek, Daniela; Hannemann, Tessa-Virginia: Neue psychoaktive Substanzen – ein Überblick

Designerdrogen breiten sich in Deutschland immer rasanter aus. Die große Vielfalt der verfügbaren Substanzen, deren schnelle Weiterentwicklung und der anonyme Vertrieb üb ... (Berlin, 2017 )

Bühler, Anneke: Nikotin

In der Broschüre zum Thema Nikotin werden u.a. folgende Aspekte dargestellt: Tabakprävention im Jugendschutz, Daten und Trends zum Rauchen (Zigaretten, E-Zigaretten) sowi ... (Berlin, 2016 )

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): PeP – Klassenstufen 3 / 4

5 Unterrichtseinheiten

Die „gängigen“ Programme zur Sucht- und Gewaltprävention sind für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im schulischen Bereich kaum einsetzbar. PeP wurde speziell für d ... (Gütersloh, )

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): PeP – Klassenstufen 5 / 6

20 Unterrichtseinheiten

Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf sind häufig besonders belastet durch gesellschaftliche oder soziale Faktoren und damit besonders suchtgefährdet. Auch in Regelschu ... (Gütersloh, )

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): PeP – Klassenstufen 7 / 9 (Teil 1)

30 Unterrichtseinheiten mit umfangreichen Werkstatteinheiten inkl. CD mit Hörtexten und Arbeitsblättern

Das von einer Arbeitsgruppe im Nordverbund suchtpräventiver Fachstellen, unter Beteiligung der Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung (KOSS) im Rahmen des Projekt ... (Gütersloh, )

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): PeP – Klassenstufen 7 / 9 (Teil 2)

30 Unterrichtseinheiten mit umfangreichen Werkstatteinheiten inkl. CD mit Hörtexten und Arbeitsblättern

Das von einer Arbeitsgruppe im Nordverbund suchtpräventiver Fachstellen, unter Beteiligung der Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung (KOSS) im Rahmen des Projekt ... (Gütersloh, )

Böttcher, Karin-Anne: Prärie-abgefahren!

Ein Projekt zur Prävention alkoholbedingter Jugendgewalt im öffentlichen Nahverkehr im Rahmen des Freiburger Präventionsprogramms PräRIE

Das Freiburger Projekt „abgefahren!“ verbindet Sucht- und Gewaltprävention und geht dorthin, wo sich Jugendliche am Freitag-/Samstagabend aufhalten, in Straßenbahnen. Zie ... (München, 2013 )

Schu, Martina; Sarrazin, Doris; Wiemers, Almut: Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe

Aktuelle Studien zum Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis durch Kinder und Jugendliche zeigen insgesamt einen rückläufigen Suchtmittelkonsum. Ergebnisse einer Untersuch ... (Berlin, 2015 )

Schu, Martina; Mohr, Sören; Hartmann, Rüdiger: Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe

In der Veröffentlichung werden die Ergebnisse einer Untersuchung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe zum Suchtmittelkonsum von Kindern und Jugendlichen in stationären ... (Münster, 2014 )

Duerdoth, Rupert: Suchtprävention

Der Autor stellt dar, wie sich die Suchtprävention in den letzten 40 Jahren professionalisiert und differenziert hat. Er zeigt dazu verschiedene Ansätze in den einzelnen ... (Münster, 2013 )

Hallmann, Hans-Jürgen: Suchtprävention für junge Menschen:

Entwicklungen – aktueller Stand – künftige Herausforderungen

Die Suchtprävention nahm bis Mitte der 1970er-Jahre neben der Suchtberatung und -behandlung eine eher untergeordnete Rolle ein. Der Autor skizziert die Entwicklungslinien ... (Stuttgart, 2016 )

Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg (Hrsg.): Suchtprävention heute – Basics & More

In den Medien gibt es sehr widersprüchliche Informationen zum Konsum von Suchtstoffen bei Jugendlichen: Der Zigarettenkonsum erreicht aktuell einen Tiefstand, gleichzeiti ... (Stuttgart, 2016 )

Bartsch, Gabriele: Was bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln?

Die Europäische Union will ab 2016 mit Schockbildern auf Verpackungen Raucherinnen und Raucher vom Griff zur Zigarette abhalten. Das EU-Parlament stimmte der Richtlinie 2 ... (Berlin, 2014 )

Pfeiffer-Gerschel, Tim: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da?

Suchtstoffe, Konsummuster jugendlicher Konsumenten, neue Entwicklungen und Trends

Vor der Frage, wie Maßnahmen der Suchtprävention konzipiert werden müssen, steht die Frage, wie die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aussehen und welche Suchtstoffe ... (Berlin, 2014 )

Auwärter, Volker: Wie gefährlich darf’s denn sein?

Riskantes Konsumverhalten und Trenddrogen jugendlicher Konsumenten

Seit einigen Jahren werden zunehmend NPS (neue psychotrope Stoffe) konsumiert, sogenannte Legal Highs oder Designerdrogen. Aus einer vom britischen Szenemagazin (Mixmag) ... (Stuttgart, 2016 )

Bühler, Anneke; Thrul, Johannes: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen

Grundlage für erfolgreiche (Sucht)Prävention ist ein zielgerichtetes Vorgehen, das sich an Erkenntnissen der Präventionsforschung orientieren sollte. In der »BZgA-Experti ... (Berlin, 2014 )

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de