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Kinder- und Jugendschutz

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Werbung

Werbung ist die gezielte Beeinflussung von Menschen, um sie zum Erwerb von Erzeugnissen oder zu einem bestimmten Verhalten zu veranlassen. Um auf Werbung selbstbewusst, kritisch abwägend und prüfend reagieren zu können, bedarf es ausreichender Erfahrung und eines gefestigten Konsumverhaltens. Der Gesetzgeber hat im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag Werbung in Informations- und Kommunikationsmedien untersagt, die Kindern und Jugendlichen körperlichen oder seelischen Schaden zufügen kann. So darf sich Werbung für alkoholische Getränke oder für Tabakwaren nicht an Kinder und Jugendliche richten. Im Hinblick auf Tabakerzeugnisse enthält das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) neben einem Verbot der Werbung in Hörfunk und Fernsehen unter anderem Vorschriften, die verhindern sollen, dass in der Werbung Aussagen verwendet werden, die geeignet sind, Jugendliche oder Heranwachsende zum Rauchen zu veranlassen. Im Sinne einer Selbstverpflichtung der Wirtschaft hat der Deutsche Werberat Verhaltensregeln aufgestellt, bei deren Verletzung er tätig wird. Im Kino ist Werbung für Tabak und Alkohol erst nach 18 Uhr zulässig. Das Jugendschutzgesetz schreibt vor, dass Werbefilme oder Filmankündigungen (sog. Trailer) auf eine mögliche beeinträchtigende Wirkung auf Kinder und Jugendliche hin geprüft werden. Filme in Vorprogrammen dürfen keine höhere Alterskennzeichnung haben als der Hauptfilm. Gegen Bestimmungen verstoßende Werbung kann man staatlichen Einrichtungen (jugendschutz.net, der zuständigen Landesmedienanstalt, dem Jugendamt) oder Einrichtungen der freiwilligen Selbstkontrolle – insbesondere dem Deutschen Werberat – anzeigen.

Letzte Aktualisierung: 25.06.2015

Siehe auch:

Ergebnisse aus der Literaturdatenbank:

Stark, Susanne; Kuhn, Johanna: Eine Prise Schönheit für Mädchen – eine Prise Heldenhaftigkeit für Jungen

Im Beitrag werden Ergebnisse einer Untersuchung an der Hochschule Bochum vorgestellt, in der nach den Geschlechterbildern in der TV-Werbung für die Zielgruppe Mädchen bzw ... (Konstanz, 2015 )

Eggert, Susanne; Gebel, Christa; Kloos, Nadine; Wagner, Ulrike: Kinder und Onlinewerbung

Ein Ratgeber für Eltern

Der Elternratgeber »Kinder und Onlinewerbung«, herausgegeben von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, F ... (Berlin, 2014 )

Dreyer, Stephan; Lampert, Claudia; Schulze, Anne: Kinder und Onlinewerbung

Erscheinungsformen von Werbung im Internet, ihre Wahrnehmung durch Kinder und ihr regulatorischer Kontext

Werbung im Internet ist allgegenwärtig, vielfältig und facettenreich. Mal ist sie deutlich als solche gekennzeichnet oder gestalterisch erkennbar vom übrigen Angebot abge ... (Leipzig, 2014 )

Lampert, Claudia; Dreyer, Stephan: Kinder und Onlinewerbung.

Eine Studie zu werblichen Erscheinungsformen im Internet, ihre Wahrnehmung und ihr regulatorischer Kontext.

Werbung im Internet ist allgegenwärtig, vielfältig und facettenreich. Mal ist sie deutlich als solche gekennzeichnet oder gestalterisch erkennbar vom übrigen Angebot abge ... (Berlin, 2015 )

Riemann, Klaus: Zusammenhang von Tabakwerbung und jugendlichem Zigarettenkonsum

K. Riemann stellt die Argumentationslinien Pro und Contra eines Verbots der Tabakwerbung und die ihnen zugrundliegenden wissenschaftlichen Studien dar. Der Rauchbeginn Ju ... (1999 )

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de