Diese Einträge finden Sie in unserer Datenbank:

  • Definitionen
  • Literaturverweise
  • Links
  • Dokumente

Online-Handbuch
Kinder- und Jugendschutz

book

Taschengeld

Bezeichnung für einen kleineren Geldbetrag, der jemandem mitgegeben wird, damit er in der Lage ist, die alltäglichen Ausgaben zu tätigen. Kinder und Jugendliche, die über kein eigenes Einkommen verfügen, erhalten von ihren Eltern oder von Verwandten finanzielle Mittel, um unter anderem ihre Freizeitaktivitäten, Hobbys oder ihre Kommunikation mit Handys bezahlen zu können. Die Erziehungsberechtigten stehen vor der Aufgabe, das Taschengeld nicht nur angemessen festzulegen, sondern die jungen Menschen auch früh anzuleiten, planmäßig und sorgfältig mit dem Budget umzugehen. Den Kindern und Jugendlichen stehen heute – generell gesehen – erhebliche Mittel zur Verfügung. Sie haben zudem vielfach hohe Konsumansprüche entwickelt. Deshalb werden sie als Zielgruppe von der Wirtschaft stark umworben. Von großer Bedeutung sind daher Kompetenzen im Umgang mit dem eigenen „Haushalt“ und der Erwerb eines reflektierten Einkauf- und Konsumverhaltens. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass es eine zunehmend größere Zahl junger Menschen gibt, die aufgrund schwieriger ökonomischer Lage der elterlichen Haushalte kein oder nur ein sehr geringes Taschengeld erhalten. Nicht immer lässt es sich durch kleine Jobs aufbessern. Ihre benachteiligte Lage wird ihnen in Freundeskreisen und in der Schule häufig sehr schmerzhaft bewusst. Kann von ihnen nicht Konsumverzicht geübt werden, dann besteht gelegentlich die Gefahr der illegalen Beschaffung finanzieller Mittel.

Letzte Aktualisierung: 26.06.2015

Siehe auch:

Ergebnisse aus der Literaturdatenbank:

Puneßen, Anja: Handykauf & Co.

Was dürfen Kinder eigentlich wirklich von ihrem Taschengeld kaufen?

Es stellt sich häufig die Frage, was dürfen Kinder von ihrem Taschengeld eigenständig kaufen? Wann müssen Eltern dem Geschäft zustimmen? Und, gibt es einen gesetzlich fes ... (Berlin, 2017 )

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (Hrsg.): Meine Erziehung – da rede ich mit!

Wenn es Meinungsverschiedenheiten zu Hause gibt, fragen sich viele junge Menschen, welche Rechte sie haben, was ihre Eltern dürfen und was nicht. Müssen Eltern ihnen Tasc ... (Berlin, 2016 )

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de