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Kinder- und Jugendschutz

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Soft-Air-Waffen

Sogenannte Soft-Air-Waffen sind täuschend echt aussehende, meist maßstabsgetreue Nachbildungen echter Schusswaffen, mit denen als Munition kleine Plastikkügelchen mittels Federkraft oder Gasdruck verschossen werden. Dabei wird in der Regel eine Geschossenergie von 0,3 bis 0,4 Joule, gelegentlich aber auch mehr, erreicht. Bis zu einer Geschossenergie von 0,5 Joule gelten diese als Spielzeug. Sehen diese Soft-Air-Waffen echten Waffen (Feuerwaffen) täuschend ähnlich, gelten sie als Anscheinswaffen und fallen damit in den Regelungsbereich des Waffenrechts, unabhängig von der Geschossenergie. Das zum 01. April 2008 geänderte Waffengesetz untersagt deren Führung in der Öffentlichkeit, da unter anderem polizeiliche Einsätze nachgewiesen sind, bei denen die Polizei im Ernstfall nicht erkennen konnte, dass es sich tatsächlich nur um eine nachgebildete Waffe handelte. Unter Aspekten des Kinder- und Jugendschutzes ist darauf hinzuweisen, dass mit der Nutzung von Soft-Air-Waffen eine durchaus beachtliche Verletzungsgefahr verbunden sein kann. Unabhängig von den geschilderten Gefahren sollte unter erzieherischen Gesichtspunkten der Umgang mit diesem und anderem militärischen oder gewaltorientierten „Spielzeug“ thematisiert werden.

Letzte Aktualisierung: 26.06.2015

 
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