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Kinder- und Jugendschutz

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Alkoholische Getränke

Das Jugendschutzgesetz unterscheidet zwischen Branntwein, einer durch Destillation (und gegebenenfalls vorlaufender Gärung) gewonnenen, in der Regel hochprozentigen alkoholhaltigen Flüssigkeit, und „anderen alkoholischen Getränken“ wie Bier, Wein, Most oder Sekt, die durch Gärung oder Kelterung entstehen und deren Alkoholgehalt meist niedriger ist. Während der Alkoholgehalt von Bieren bei einstelligen Volumenprozenten liegt, erreichen Weine bereits den zweistelligen Bereich. Hinzuweisen ist darauf, dass beispielsweise der bekannte Portwein zu den branntweinhaltigen Getränken zählt, da der Gärungsprozess unter Hinzugabe von Branntwein beendet wurde. In Gaststätten, Verkaufsstellen und sonst in der Öffentlichkeit dürfen Branntwein und Branntwein enthaltende Getränke (Alkopops) und Lebensmittel nicht an Kinder und Jugendliche (unter achtzehn Jahren) abgegeben oder von ihnen verzehrt werden. Die „anderen alkoholischen Getränke“ (mithin auch Mischgetränke, die etwa Bier, Wein oder Most enthalten) dürfen an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren weder abgegeben noch von ihnen konsumiert werden. Werden Jugendliche (ab vierzehn Jahren) von einer personensorgeberechtigten Person begleitet, so dürfen diese anderen alkoholischen Getränke jedoch konsumiert werden.

Letzte Aktualisierung: 18.06.2015

Literatur:

Generation Alkopops. Jugendliche zwischen Marketing, Medien und Mlilieu

Bartsch, Gabriele; Gaßmann, Raphael (Hrsg.): Generation Alkopops. Jugendliche zwischen Marketing, Medien und Mlilieu; Freiburg i.Br. 2011

Jugend und Rausch. Interdisziplinäre Zugänge zu jugendlichen Erfahrungswelten.

Niekrenz, Yvonne; Ganguin, Sonja (Hrsg.): Jugend und Rausch. Interdisziplinäre Zugänge zu jugendlichen Erfahrungswelten. ; München 2010

Jugendliche am Absaufen - Jugendhilfe am Abtauchen?...und es gibt sie doch Alkoholprävention.

Kammerer, Bernd; Gref, Kurt (Hrsg.): Jugendliche am Absaufen - Jugendhilfe am Abtauchen?...und es gibt sie doch Alkoholprävention.; Nürnberg 2010

Kumpel Alkohol. Ein Manual zur Alkoholprävention für berufsbildende Schulen. Modelle Dokumente Analysen – MDA 24.

Hrsg. von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Kumpel Alkohol. Ein Manual zur Alkoholprävention für berufsbildende Schulen. Modelle Dokumente Analysen – MDA 24.; Berlin 2007

Recht und Rechtsprechung Dokumentation Jugendschutzrechtliche Anordnungen bei Festveranstaltungen.

Roll, Sigmar: Recht und Rechtsprechung Dokumentation Jugendschutzrechtliche Anordnungen bei Festveranstaltungen.; In Kind Jugend Gesellschaft; Heft 04, 2004, S.119

Wenn Jugendliche trinken. Auswege aus Flatrate-Trinken und Koma-Saufen Jugendliche, Experten und Eltern berichten.

Thomasius, Rainer; Nesseler, Thomas; Häßler, Frank: Wenn Jugendliche trinken. Auswege aus Flatrate-Trinken und Koma-Saufen Jugendliche, Experten und Eltern berichten.; Stuttgart 2009

Siehe auch:

Ergebnisse aus der Literaturdatenbank:

Schlieckau, Traudel: »Voll breit ist noch nicht out«

Alkoholprävention im Jugendschutz

Im Dossier 1-2014 mit dem Titel »Voll breit ist noch nicht out« steht das Thema Alkoholprävention im Jugendschutz im Mittelpunkt. Jugendliche wachsen mit der Allgegenwart ... (Berlin, 2014 )

Schlieckau, Traudel: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene

Ein Zwischenruf

Der Alkoholkonsum Jugendlicher hat sich in den letzten Jahren immer mehr in die Öffentlichkeit, sprich auf öffentliche Plätze, Spielplätze usw., verlagert. Für Kommunen e ... (Berlin, 2014 )

Özsöz, Figen: Die Entwicklung von Gewalttaten unter Alkoholeinfluss bei Jugendlichen

Der Autor geht der Frage nach, inwieweit das vorherrschende Bild einer sich maßlos betrinkenden und im Alkoholrausch gewalttätigen Jugend, der (empirischen) Wirklichkeit ... (München, 2013 )

Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Hrsg.): Drogen- und Suchtbericht

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Drogen und Sucht auf nationaler und internationaler ... (Berlin, 2012 )

Beckmann, Ulrike; Lieven, Jan; Nikles, Bruno W.: Durchblick

Informationen zum Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz in Deutschland ist ein vielfältiges Konstrukt aus rechtlichen Regelungen, erzieherischen Aspekten und strukturellen Maßnahmen. Diese Vielfalt ... (Berlin, 2015 )

Schwendemann, Hanna; Kuttler, Heidi; Bitzer, Eva Maria: Entwicklungsgefährdung bei Jugendlichen mit Alkoholintoxikation prognostizieren

Geschätzt sind etwa ein Drittel der Jugendlichen, die aufgrund einer akuten Alkoholintoxikation im Krankenhaus sind, in ihrer Entwicklung gefährdet. Es ist jedoch wenig b ... (Bern, 2015 )

Lindenmeyer, Johannes; Hanewinkel, Reiner, Morgenstern, Matthis: Evaluation des Alkoholpräventionsprogramms „Lieber schlau als blau – für Jugendliche“: Ergebnisse einer kontrollierten Studie

„Lieber schlau als blau“ wurde als Alkohol-Präventions-Programm für Schulen entwickelt. Im Mittelpunkt steht ein Trinkexperiment, in dem Jugendliche unter sicheren Rahmen ... (Bern, 2014 )

Klein, Michael: Gewaltverhalten junger Menschen unter Alkoholeinfluss

Bestandsaufnahme und Perspektiven

Der Autor diskutiert Ergebnisse verschiedener Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Alkohol und häuslicher Gewalt wie auch öffentlichem Gewaltv ... (München, 2013 )

Rummel, Christina: Good Practice-Projekte und Konzepte der Gewalt- und Alkoholprävention in Deutschland

Gewaltreduktion durch Alkoholprävention

Die Autorin stellt das Projekt der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) „Gewaltreduktion durch Prävention“ aus dem Jahr 2011 vor. Ziel war es, einen Überblick über ... (München, 2013 )

Stauber, Barbara: Jugendkultureller Alkoholkonsum – wo genau ist das Problem?

Da Jugendliche den kollektiven Alkoholkonsum gesellschaftlich als „integriert“ erleben und weniger als „deviant“, wird er für sie ein Experimentierfeld und ermöglicht den ... (Stuttgart, 2016 )

Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Hrsg.): Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik

Die Nationale Strategie beschreibt die Grundlagen und Herausforderungen der Drogen- und Suchtpolitik und löst den Aktionsplan Drogen und Sucht von 2003 ab. Hauptziele der ... (Berlin, 2012 )

Baumgärtner, Theo: Prävalenz des Alkoholkonsums von Jugendlichen auf dem Land

Zusammenfassend vergleichende Datenanalyse einer repräsentativen Schülerbefragung in zwei Gemeinden Niedersachsens und der Großstadt Hamburg 2012

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen wird in der Öffentlichkeit oft mit exzessivem Trinken und Krankenhauseinweisungen in Verbindung gebracht. Differenzierte Studien zeigen ... (Berlin, 2014 )

Hohm, Erika; Blomeyer, Dorothea; Laucht, Manfred: Pubertätsstadium bei Konsumbeginn als Risikofaktor für späteren problematischen Alkoholkonsum: Elterliches Erziehungsverhalten als Schutzfaktor?

Der frühzeitige Konsumbeginn gilt als gesicherter Risikofaktor für alkoholassoziierte Probleme im Erwachsenenalter. Die Autoren haben eine mögliche protektive Wirkung des ... (Bern, 2015 )

Buchleither, Sinja: Regulierungsbedarf im Jugendschutzgesetz

Eine Befragung von Fachkräften im Jugendschutz

Seit vielen Jahren diskutieren Expertinnen und Experten Veränderungsbedarfe im Jugendschutzgesetz. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat deshalb im S ... (Berlin, 2014 )

Groeger-Roth, Frederick; Frisch, Johanna U.; Benit, Nils; Soellner, Renate: Risikofaktoren für problematischen Substanzkonsum von Jugendlichen

Zur Anwendbarkeit des Communities That Care Schülersurveys auf kommunaler Ebene

„Communities That Care“ (CTC) ist ein strategischer Ansatz, der die kommunale Präventionssteuerung unterstützt. Auf Basis eines Schülersurveys werden anhand der Prävalenz ... (Bern, 2015 )

Suchert, Vivien; Hanewinkel, Reiner; Morgenstern, Matthis: Wahrgenommene Verfügbarkeit und Alkoholkonsum Jugendlicher im Längsschnitt

Im Beitrag werden Ergebnisse einer Untersuchung des Einflusses der wahrgenommenen Verfügbarkeit von Alkohol auf die Initiierung des Rauschtrinkens im Kindes- und Jugendal ... (Bern, 2014 )

Pfeiffer-Gerschel, Tim: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da?

Suchtstoffe, Konsummuster jugendlicher Konsumenten, neue Entwicklungen und Trends

Vor der Frage, wie Maßnahmen der Suchtprävention konzipiert werden müssen, steht die Frage, wie die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aussehen und welche Suchtstoffe ... (Berlin, 2014 )

Bühler, Anneke; Thrul, Johannes: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen

Grundlage für erfolgreiche (Sucht)Prävention ist ein zielgerichtetes Vorgehen, das sich an Erkenntnissen der Präventionsforschung orientieren sollte. In der »BZgA-Experti ... (Berlin, 2014 )

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de