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Kinder- und Jugendschutz

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Führungszeugnis, erweitertes Führungszeugnis

Ein Führungszeugnis ist eine behördliche Bescheinigung, die Auskunft über bisherige Vorstrafen einer Person gibt. Dabei unterliegen die jeweiligen Vorstrafen bestimmten Fristen, nach deren Ablauf die Verurteilungen nicht mehr im Führungszeugnis gelistet werden. Auch werden geringere Strafen nicht im Führungszeugnis aufgeführt. Im Gegensatz zu einem einfachen Führungszeugnis listet das „erweiterte Führungszeugnis“ zusätzlich Verurteilungen aufgrund von Sexualstraftaten auf, die für die Aufnahme in das einfache Führungszeugnis zu geringfügig sind. Das erweiterte Führungszeugnis wurde mit dem am 01. Mai 2010 in Kraft getretenen 5. Gesetz zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes vom 16. Juli 2009 in § 30a und § 31 BZRG eingeführt. Dessen Vorlage wird oft von Personen verlangt, die beruflich oder ehrenamtlich in kinder- und jugendnahen Bereichen tätig sind oder es werden wollen, um bereits vorbestrafte Sexualstraftäter von der Arbeit im Kinder- und Jugendhilfebereich abzuhalten. Beide Arten des Führungszeugnisses führen jedoch nur tatsächliche Verurteilungen auf und geben keine Auskunft über Anzeigen, eingestellte oder laufende Verfahren sowie Verfahren, die zu einem Freispruch führten.

Letzte Aktualisierung: 01.09.2015

 
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