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Kinder- und Jugendschutz

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Inobhutnahme

Die Inobhutnahme ist eine nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (§ 42 SGB VIII) vorgesehene vorläufige Unterbringung junger Menschen durch das Jugendamt, indem ihnen Obdach, Versorgung und fachliche Beratung zuteilwird. Eine solche vorläufige Unterbringung kommt, auch vielfach auf Wunsch des jungen Menschen selbst, in Fällen von Beziehungskonflikten im Elternhaus in Betracht. Junge Menschen, die in für sie gefährdenden Situationen beispielsweise von der Polizei aufgegriffen werden und nicht unmittelbar den Eltern überstellt werden können, werden vom Jugendamt in Obhut genommen und bis zur Klärung der Umstände in Bereitschaftspflegestellen untergebracht. Gegebenenfalls ist eine Entscheidung des Familiengerichts herbeizuführen. Im Kontext des Jugendschutzgesetzes ist die Inobhutnahme manchmal erforderlich, wenn junge Menschen an jugendgefährdenden Orten angetroffen werden.

Letzte Aktualisierung: 23.06.2015

Literatur:

Inhalt und Grenzen vorläufiger Schutzmaßnahmen im Kinder- und Jugendhilferecht. Die Inobhutnahme nach § 42 KJHG vor dem Hintergrund des Perspektivenwechsels im staatlichen Interventionsansatz.

Charalambis, Michael: Inhalt und Grenzen vorläufiger Schutzmaßnahmen im Kinder- und Jugendhilferecht. Die Inobhutnahme nach § 42 KJHG vor dem Hintergrund des Perspektivenwechsels im staatlichen Interventionsansatz.; Herdecke 2004

Recht und Rechtsprechung Dokumentation Inobhutnahme.

Roll, Sigmar: Recht und Rechtsprechung Dokumentation Inobhutnahme.; In Kind Jugend Gesellschaft; Heft 03, 2006, S.100

Siehe auch:

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